Multiple Sklerose – Alternative Therapien
26. Februar 2020

Multiple Sklerose - Therapie und Behandlung

Therapie und Behandlung einer bis heute unheilbaren Krankheit

Aktualisiert: 10.03.2020 | Veröffentlicht: 10.03.2020
Da die Ursachen von Multiple Sklerose (MS)
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Multiple Sklerose (MS)
bis heute noch nicht abschließend geklärt sind, gilt die Krankheit auch heute noch als unheilbar. Es gibt jedoch zahlreiche Therapien, Medikamente und andere Behandlungsmöglichkeiten, die den Patienten das Leben mit MS erleichtern sollen.

Worauf sollte vor Beginn einer
Multiple Sklerose Therapie geachtet werden?

Die MS-Therapie wird in drei unterschiedliche Therapiemöglichkeiten eingestuft:
  • Schubtherapie
  • Verlaufsmodifizierende Therapie
  • Symptomatische Therapie
Sie alle dienen dazu, den Verlauf von Multiple Sklerose (MS)
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positiv zu beeinflussen und die Schübe der Patienten zu verringern oder gar – im günstigsten Fall - zu stoppen. Deswegen ist es vor allem in der Anfangszeit der Erkrankung sehr wichtig eine passende Therapie zu wählen, um den Krankheitsverlauf um so viele Jahre wie nur möglich zu verzögern und schwere und schnell hintereinander auftretende Schübe zu verhindern.
Welche Therapie letztendlich zu Beginn der Erkrankung die erfolgversprechendste ist, entscheidet der Arzt individuell gemeinsam mit dem Patienten. Bei der Wahl der Therapiemöglichkeit stehen viele verschiedene Faktoren im Vordergrund, wie zum Beispiel Krankheitsstadium des Patienten oder auch die auftretenden Symptome, aber auch das Alter und Geschlecht müssen berücksichtig werden. In einigen Fällen werden sogar alle drei MS Therapien gleichzeitig angewendet.

Schubtheraphie

Im Krankheitsverlauf von Multiple Sklerose (MS)
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erfahren Patienten so genannte akute Schübe, man spricht hier auch von MS-Schüben. Zu solchen MS-Schüben kommt es, wenn sich neue Entzündungsherde (sogenannte Läsionen) im Gehirnng oder im Rückenmark bilden. Es folgen Symptome, die mindestens 24 Stunden anhalten und dann aber auch oftmals wieder verschwinden. Mit Hilfe der Schubtherapie können diese akut auftretenden Entzündungen gestoppt werden, was die Dauer und die Schwere des Schubs reduziert und gleichzeitig die Symptome verschwinden lässt. Um dies zu bewirken, bekommen Patienten drei bis fünf Tage lang hochdosierte Kortisonpräparate (Kortikosteroide) als intravenöse Infusion. Das Kortison wirkt entzündungshemmend und stärkt die sogenannte Blut-Hirn-Schranke. Mit Hilfe dieser Kortison-Infusionen sollen die durch die Entzündungen hervorgerufenen Beschwerden schnell gestoppt. Wenn sich die Symptome jedoch nicht zurückbilden sollten, wird die Infusionstherapie wiederholt. In solchen Fällen wird dann meist eine erhöhte Dosis verabreicht, um die Symptome schneller und effektiver stoppen zu können.
Eine darüber hinaus angewandte Langzeittherapie mit Kortison ist allerdings nicht empfehlenswert. Aus diesem Grund bevorzugen viele Ärzte im nächsten – falls notwendigen Schritt - eine sogenannte Plasmapherese (Blutwäsche), die das Blut von allen schädlichen Bestandteilen befreit und somit eine Neubildung der Schutzschicht für die Nervenzellen unterstützt. Da diese Methode recht komplex ist, wird sie ausschließlich bei schweren akuten MS Schüben stationär in spezialisierten Zentren durchgeführt.

Verlaufsmodifizierende Therapie

Die verlaufsmodifizierende oder auch langfristige Multiple Sklerose Therapie, richtet sich nach der >tatsächlichen Verlaufsform der Erkrankung und wird bei der so genannten milden oder moderaten Verlaufsform von Multiple Sklerose (MS) eingesetzt. Die Therapie zielt auf eine bestmögliche Reduktion der Krankheitsaktivität mit Hilfe einer langzeitigen medikamentösen Behandlung. Nach dem Vorliegen der Diagnose, die bestätigt, dass es sich um eine milde bis moderate Verlaufsform von MS handelt, werden die Medikamente seitens des behandelnden Arztes sorgfältig und individuell auf den Patienten abgestimmt ausgewählt und zusammengestellt. Mit Hilfe der verlaufsmodifizierten MS-Therapie soll sowohl die Häufigkeit der auftretenden Schübe, als auch deren Schweregrad langfristig gemindert werden.
Diese Verminderung der durch MS-bedingten entzündlichen Krankheitsaktivitäten führt im Idealfall zu einem stabilisierten Zustand „frei von Krankheitsaktivität“. Dies bedeutet wiederum, dass keine MS-bedingten Schübe mehr auftreten und somit die Beschwerden nicht weiter zunehmen. Weiterhin sollen die sogenannten Entzündungsherde (Läsionen), die mittels der Magnetresonanztomografie (MRT) sehr gut zu erkennen sind, reduziert und ein Fortschreiten und die Ausbreitung etwaiger MS-Erscheinungen bestmöglich vermieden werden.
Die hier beschriebene verlaufsmodifizierende MS-Therapie beeinflusst unter anderem auch das Immunsystem der Patienten. Durch die angewandten Medikamente findet eine sogenannte Immunsuppression statt, das heißt das körpereigene Immun- und Abwehrsystem wird in seiner Aktivität unterdrückt, wodurch weitere Schädigungen der Nervenzellen verhindert werden.
Der bestmögliche Erfolg der verlaufsmodifizierten MS-Therapie ist abhängig von der regelmäßigen Einnahme der Medikamente. Patienten, welche mittels dieser Therapie behandelt werden, wird daher zwingend nahgelegt während der Therapie regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahrzunahmen.
Sollte die Wirkung der bei dieser Therapie angewandten Medikamente ausbleiben, muss geprüft werden, ob sich die Multiple Sklerose zu einer hoch aktiven MS entwickelt hat. Sollte dies der Fall sein, müssen andere, stärkere Therapieoptionen oder höher dosierte Medikamentierung gewählt werden, um den Verlauf der MS-Erkrankung nach Möglichkeit stabilisieren zu können.

Symptomatische Therapie

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bringt verschiedene Symptome mit sich, die bei jedem Patienten zu unterschiedlichen Zeiten auftreten. Aus dem Grund wird die Behandlung der einzelnen Symptome unabhängig vom Krankheitsverlauf durchgeführt.
Zu den häufigsten Symptomen bei Multiple Sklerose (MS)
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zählen unter anderem:
  • chronische Schmerzen
  • Spastiken (muskuläre Verkrampfungen)
  • Zittern (Tremor)
  • Sprech- und Schluckstörungen
  • Sexuelle Störungen
  • rasche physische und psychische Ermüdbarkeit (Fatigue-Syndrom)
  • aber auch in Folge Depressionen
Mit Hilfe der symptomatischen Therapie werden die einzelnen Symptome, sowie die bereits beeinträchtigten Körperfunktionen positiv beeinflusst und somit die Lebensqualität der Betroffenen verbessert. Neben einer medikamentösen Behandlung zur Behandlung einzelner MS-Symptome finden bei dieser Therapie auch physiotherapeutische, ergotherapeutische oder auch logopädische Maßnahmen zur Behandlung der betroffenen Körperregionen Anwendung.

Zusammenfassung und Fazit

Zusammengefasst ist die Multiple Sklerose (MS)
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immer noch eine Erkrankung, die nicht heilbar ist. Es gibt aber Möglichkeiten, den Verlauf zu verzögern und die Symptome zu behandeln. Dies kann durch gezielte Schubtherapie, Verlaufsmodifizierende Therapie oder durch die symptomatische Therapie geschehen

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