Multiple Sklerose (MS)
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Multiple Sklerose - Alternative Therapien

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Veröffentlicht: 26.02.2020 | Letzte Aktualisierung: 26.02.2020
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Multiple Sklerose (MS)
bereits gelesen habt, eine sehr komplexe Krankheit, die noch immer erforscht wird. Es werden verschiedene medizinische Behandlungen angewandt, um die Auswirkungen von MS auf die Patienten zu verlangsamen. Es gibt aber auch viele alternative Therapiemöglichkeiten, die sich in den vergangenen Jahren als wirksam erwiesen haben. Eine Übersicht dieser alternativen Therapien zu Multiple Sklerose (MS) stellen wir Euch im Folgenden vor.
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Multiple Sklerose (MS)
bereits gelesen habt, eine sehr komplexe Krankheit, die noch immer erforscht wird. Es werden verschiedene medizinische Behandlungen angewandt, um die Auswirkungen von MS auf die Patienten zu verlangsamen. Es gibt aber auch viele alternative Therapiemöglichkeiten, die sich in den vergangenen Jahren als wirksam erwiesen haben. Eine Übersicht dieser alternativen Therapien zu Multiple Sklerose (MS) stellen wir Euch im Folgenden vor.

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Die traditionelle Chinesische Medizin (TCM) wird mittlerweile bei verschiedenen Erkrankungen weltweit angewendet. Zu den Therapiemöglichkeiten der TCM zählen unter anderem Akupunktur, Yoga und andere Bewegungstherapien, wie zum Beispiel Taiji Chuan oder Qi Gong, aber auch chinesische Arzneimittel und pflanzliche Diäten. In der TCM werden alle Krankheiten ganzheitlich betrachtet, was bedeutet, dass körperliche und psychische Krankheiten nicht voneinander getrennt werden. Hierbei ist das so genannte „Qi“ enorm wichtig, denn laut TCM ist das die universelle Energie, die durch Menschen nur fließt, wenn sie gesund sind. Wenn das „Qi“ also blockiert ist, erkranken die Menschen an diversen Krankheiten. Multiple Sklerose wird in der TCM als Verlust der körperlichen und geistigen Mitte gesehen. Die Mitte, also die Verdauungskraft, welche die Kraft oder Schwäche der Extremitäten bestimmt und auf Dauer das Blut (Muskelkrämpfe) und die Essenz (Nervendegeneration) vermindern kann.
Um diese Mitte wieder zu heilen und die Energie fließen zu lassen werden meist folgende TCM Therapien bei MS Patienten angewendet:
  • Die Körperakupunktur, weil sie zur lokalen Krampflinderung und zur Kräftigung von bestimmten Nerven beitragen kann. Dadurch können geschädigte Nerven unterstützt werden oder spezielle nerven sogar geheilt, solange sie noch nicht ganz zerstört sind.
  • Der Ernährungsplan nach den 5 Elementen, weil die dort aufgelisteten Heilkräuter nährend und heilend für die Blutbahnen und für die Energie (Qi) sein sollen und somit die Blockaden leichter gelöst werden können. Gleichzeitig unterstützt diese Diät den Entgiftungsprozess des Körpers und vor allem des Darmtraktes.
  • Die Chinesische Kräuterheilkunde, weil sie Blut nährende Kräuter-Substanzen beinhaltet, die einen positiven Einfluss auf die Durchblutung, den Verdauungstrakt und der Muskulatur haben.
Die traditionelle Chinesische Medizin muss nicht gleich die westliche Schulmedizin ausschließen. Eine Kombination dieser unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten könnte sich als durchaus effektiv herausstellen.

Die Evers Diät

Diese Diät ist nach dem deutschen Arzt Josef Evers benannt, der diese Ende der 1930 Jahre entwickelt hat. Seine Theorie besagt, dass alle Stoffwechselkrankheiten, unter anderem auch MS, die industrielle Verarbeitung der Lebensmittel als Ursache haben. Aus dem Grund entwickelte er eine Diät, die MS, Diabetes mellitus, Gicht, Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen heilen soll. Laut Evers sollten alle Lebensmittel möglichst frisch und unverarbeitet verzehrt werden, damit keine Krankheitserregenden industrielle Stoffe in den Körper gelangen können. Dabei ist es egal, ob man sich vegetarisch, vegan oder von Fleisch ernährt, sondern wichtig ist, dass die Lebensmittel so naturnah wie nur möglich sind. Zu Beginn stehen bei der Evers-Diät deshalb Früchte, Nüsse, Wurzeln, Milch, gekeimte Körner und Honig im Vordergrund, weil sie keine industrielle Verarbeitung nötig haben um genussvoll verzehrt zu werden. Wenn der Patient sich dann bessert und weniger Beschwerden hat, kann er dann laut Evers rohen Schinken, Speck und rohes Gehacktes zu sich nehmen. Mittlerweile wurde die Evers-Diät ein wenig weiterentwickelt und erforscht und bezieht sich auf eine rohkostbetonte Variante der lakto-vegetabilen Vollwerternährung. Diese Diät soll auf Dauer den Patienten dabei helfen ihren Stoffwechsel wieder zu regulieren und im besten Fall heilend auf den Körper und die Krankheit wirken. Dies soll vor allem als Ergebnis des geringen Gehalts an Arachidonsäuren resultieren, die man während der Diät zu sich nimmt. Dadurch sollen die Entzündungsprozesse bei Autoimmunerkrankungen eingeschränkt werden sollen.

Vitamin-D-Therapie

Bereits seit längerem wird Vitamin-D-Mangel mit MS in Verbindung gebracht, obwohl es bisher keine Fakten darüber gibt ob der Vitamin-D-Mangel eine Folge von MS oder gar die Ursache ist. Es wird jedoch angenommen, dass Betroffene eine Autoimmunerkrankung wie MS eine Resistenz gegen Vitamin D haben und selbst keine ausreichenden Mengen bilden können, da fast jeder MS Patient an Vitamin-D-Mangel leidet. Aus dem Grund ist die , die von vielen Patienten zusätzlich genutzt wird. Der deutsche MS-Fachmediziner Dr. med. Olaf Hebener hat in einem Aufsatz Laborversuche präsentiert, in denen er nachgewiesen hat, dass Immunzellen unter dem Einfluss von aktivem Vitamin D eine antibiotische Wirkung gegen krankheitsvermittelnde Keime entwickeln. Somit unterdrückt Vitamin D überschießende Entzündungsreaktionen durch Verringerung der aktivierenden Botenstoffe und kann die Entstehung von autorimmunen Entzündungen fördern.
Allerdings ist zu erwähnen, dass der Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Spiegel und dem Verlauf von MS nach wie vor nicht ganz geklärt ist. Empfehlenswert ist jedoch bei einem niedrigen Vitaminspiegel mit einem Arzt zu sprechen und eine professionelle Vitamin-D-Therapie, mit einer angemessenen täglichen Dosierung zu starten, denn etwas mehr Sonne hat noch niemanden geschadet.

Homöopathie und Naturheilkunde

Für die Behandlung von den MS Nebenwirkungen, empfehlen Heilpraktiker und Alternativmediziner unterschiedliche homöopathische Mittel. Damit jedoch für den MS-Patienten passende homöopathische Mittel verschrieben werden können, ist es zunächst wichtig möglichst viele und charakteristische Symptome und Besonderheiten des Patienten zu erfassen. So vielseitig MS auch ist, so unterschiedlich verläuft es auch von Patient zu Patient. Nichtsdestotrotz kommen bei den typischen MS Symptomen einige homöopathische und Natur Heilmittel häufig in Betracht:
  • Ginko-Extrakten bei Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • Baldrian bei Schlaf- und Ruhestörungen
  • Johanniskraut bei Depressionen
  • Goldrutenkraut bei Harndrang
  • Kürbiskernprodukte bei Blasenschwäche oder Harnverhaltung
  • Cocculus D12 gegen Schwindel
  • Korodin® bei niedrigem Blutdruck

Cannabis und THC

Die verschiedenen Wirkstoffe, die als Cannabinoide bezeichnet werden und in Cannabis enthalten sind bringen verschiedene medizinische Vorteile bei diversen Erkrankungen. Die bekanntesten Cannabinoide sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) und werden am häufigsten therapeutisch genutzt und sind mittlerweile auch in den verschiedensten Formen, als Öl, Vitamine, Cremes und so weiter frei verkäuflich. Cannabis hingegen ist, wie sicherlich bekannt illegal in Deutschland. Allerdings können sich Patienten, bei denen bspw eine andere MS-Therapie keine ersichtlichen Erfolge zeigen, Cannabis für die medizinische Verwendung vom Arzt verschreiben lassen. Es gibt verschiedene Cannabis-Medikamente in unterschiedlichen Verabreichungsformen, welche in Ausnahmefällen an schwerkranke Patienten mittels eines Betäubungsmittelrezeptes verschrieben werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen jedoch die Kosten hierfür nicht. Allerdings sind die Wirkstoffe meist effektiv, weil sie vor allem eine muskelentspannende und schmerzlindernde Wirkung aufweisen und die Patienten somit entlasten. MS Patienten wenden Cannabinoide oder Cannabis überwiegend bei chronischen Schmerzen und an, weil diese sich besonders positiv darauf auswirken. Die Schmerzen werden weniger, weil Cannabis sich entzündungshemmendSpastiken, sind plötzliche, unkontrollierbare Kontraktionen von Muskeln, werden durch Cannabis oder der Cannabinoide verringert, weil diese sich muskelentspannend auf die Patienten auswirken. Somit kann sowohl die Stärke der Krämpfe reduziert und die Häufigkeit verringert werden.

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